Über mich und meine Kunst
Ich habe nicht angefangen zu malen, weil ich unbedingt Künstlerin werden wollte. Eigentlich war es eher so, dass ich irgendwann gemerkt habe, dass da ziemlich viel in mir ist, was keinen richtigen Platz hat. Gedanken, Gefühle, Dinge aus der Vergangenheit – alles irgendwie gleichzeitig da und oft auch mehr auf einmal, als sich gut sortieren lässt.
Malen war dann das Erste, was sich nicht nach „funktionieren müssen“ angefühlt hat, sondern einfach nach machen.
Meine Bilder sind deshalb auch nicht dafür da, einfach nur gut auszusehen oder sich perfekt einzufügen. Klar sollen sie in einen Raum passen, aber eher vom Gefühl her als von der Farbe der Couch.
Ich mag den Gedanken, dass ein Bild etwas verändert. Nicht laut oder aufdringlich, aber so, dass man es merkt, wenn man den Raum betritt. Vielleicht kennst du das, wenn sich etwas einfach stimmig anfühlt, ohne dass man genau sagen kann, warum. Genau dieses Gefühl interessiert mich.
Mir ist wichtig, dass meine Kunst nicht abgehoben ist. Ich möchte nicht, dass man davor steht und denkt, man müsste sie erst verstehen oder analysieren. Entweder sie spricht dich an oder eben nicht. Und beides ist völlig okay.
Ich arbeite bis heute ohne festen Plan. Ich setze mich nicht hin und weiß vorher, wie ein Bild aussehen soll. Ich fange an und dann entwickelt es sich. Manchmal ruhig, manchmal komplett durcheinander, manchmal dauert es länger, manchmal geht es ganz schnell. Und manchmal verändert sich alles nochmal, obwohl ich eigentlich dachte, es wäre schon fertig.
Ich habe mit der Zeit gemerkt, dass genau darin meine Stärke liegt. Dass nicht alles klar sein muss, nicht alles logisch und nicht alles ruhig, damit etwas gut wird. Dass dieses Intuitive, dieses Ungeplante, genau das ist, was meine Arbeit ausmacht.
Deshalb halte ich meine Preise auch bewusst so, dass man sich ein Original leisten kann, ohne ewig darüber nachdenken zu müssen. Nicht, weil die Bilder weniger wert sind, sondern weil ich möchte, dass sie wirklich bei Menschen ankommen.
Ich mag den Gedanken, dass meine Bilder nicht irgendwo aufbewahrt werden, sondern Teil von echten Räumen sind. Von Wohnungen, in denen gelebt wird und in denen nicht immer alles perfekt ist, aber echt.
Wenn dich ein Bild anspricht, dann ist das meistens kein Zufall. Und dann darf das auch einfach so sein.
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